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Die Geschichte der Institution


Die Geschichte des Museums beginnt 1896 mit der Gründung des Rheydter Vereins für Heimatkunde. Dieser begründete eine Sammlung, die in der Folgezeit durch zahlreiche Schenkungen aus der Bevölkerung schnell anwuchs. Die Sammlungsstücke wurden 1905 durch die Stadt Rheydt übernommen und 1907 im Gebäude an der Mühlenstraße 15 untergebracht. Auch in den Folgejahren kamen zahlreiche Objekte hinzu. Herausragend war die umfangreiche Schenkung von Exponaten zur ägyptischen Geschichte und zur griechisch-römischen Antike durch Josef Seuwen im Jahre 1913. Vier Jahre später erwarb die Stadt das Schloss Rheydt, 1922 verlegte sie die Museumssammlung in dessen oberes Stockwerk. Dort musste sie jedoch weichen, als man Ende der 1930er Jahre begann, eine Wohnung für Reichspropagandaminister Joseph Goebbels als Gästehaus der Stadt einzurichten. Die Objekte wurden eingelagert, viele von ihnen gingen bedauerlicherweise in den Wirren der letzten Kriegsjahre verloren.

 

Bereits 1947 fand wieder eine Kunstausstellung im Schloss statt, und schon 1949 konnte der erhaltene Teil der Sammlungsstücke erneut im Schloss Rheydt ausgestellt werden. Die offizielle Neueröffnung des Museums erfolgte 1953 unter Dr. Franz Jansen. Das Konzept sah vor, gezielt Objekte zur Kunst und Kultur der Renaissance und des Barock zu sammeln und im Herrenhaus zu präsentieren. Auf diese Weise wurde die Einheit von Bau - Schloss Rheydt als einzig vollständige erhaltene Renaissanceschlossanlage am Niederrhein - und Sammlung gewährleistet. Diese Idee wird seither kontinuierlich verfolgt und das Museum Schloss Rheydt verfügt heute über einen beeindruckenden Sammlungsbestand, in dessen Zentrum die Idee der Kunst- und Wunderkammer steht.  

 

In der Zeitspanne zwischen 1969 und 1977 erfolgte der Umbau der Vorburg für museale Zwecke. Eine ständige Ausstellung zur Geschichte der Stadt Mönchengladbach hat hier seither ihren Platz, zuletzt 2008 unter dem Titel "Flashback" neu eröffnet. Ebenfalls in der Vorburg befinden sich die Wechselausstellungsflächen des Museums, während das Herrenhaus neben der Ausstellung zur Kunst und Kultur der Renaissance und des Barock im Gewölbekeller auch die Bau- und Nutzungsgeschichte des Hauses dokumentiert. Hier sind auch die erhaltenen Teile der Sammlung Seuwen zu sehen.

 

In den Jahren 1988 – 1993 musste das Schloss aufwändig restauriert werden, seither sind auch die Kasematten in den Wallanlagen zum Teil wieder öffentlich zugänglich. Die Webstuhl- und Textiltechniksammlung befand sich  von  2004 - 2015 ausgelagert im Textilmaschinendepot Boetzelen Höfe an der Künkelstraße. Seit 2015 kann sie im neu konzipierten TextilTechnikum im Monforts Quartiert besichtigt werden.