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Vortrag der Otto von Bylandt-Gesellschaft

Der Wiederaufbau des Berliner Stadtschlosses

17. März 2019, 11.30 Uhr im Rittersaal

 

 

Das Berliner Schloss war das dominierende Bauwerk in der historischen Mitte Berlins. Das Residenzschloss der Hohenzollern wurde Mitte des 15. Jahrhunderts auf einer Spreeinsel erbaut, nach barocken Erweiterungen wurde es 1702 zur königlich-preußischen und ab 1871 zur kaiserlichen Residenz im Deutschen Kaiserreich. Im zweiten Weltkrieg wurde es stark beschädigt, wäre aber durchaus wiederaufbaufähig gewesen. Die SED-Regierung ließ es aus politischen Gründen vollständig sprengen und baute an der Stelle des Schlosses den modernistischen Palast der Republik, der seinerseits ab 2006 abgerissen wurde. Seit 2013 wird das Berliner Schloss mit drei rekonstruierten Barockfassaden wiederaufgebaut. Der private Förderverein Berliner Schloss e.V. hat sich zum Ziel gesetzt, den Mehrpreis der rekonstruierten Schlossfassade gegenüber einer modernen durch Spenden in Höhe von 105 Millionen Euro aufzubringen. Geschäftsführer dieses Vereins ist Wilhelm von Boddien; ohne dessen unermüdlichen Einsatz „würde es das Schloss nicht geben", so schrieb der Vorstand der Stiftung Humboldt Forum in einem Glückwunschbrief zum 75. Geburtstag von Boddiens. In diesem Matineevortrag bekommen die Besucher demnach Informationen zu diesem nationalen Bauprojekt aus erster Hand. Selbstverständlich wird in dieser Veranstaltung auch zu Spenden für das Berliner Schloss aufgerufen.

Referent: Wilhelm von Boddien