Städtisches Museum Schloss Rheydt

Klassische Malerei reloaded 2.0 (2016)

Alte Meister im neuen Gewand

In diesem Projekt haben sich die knapp 20 SchülerInnen der Gesamtschule Stadtmitte in Mönchengladbach mit einigen Klassikern der bildenden Kunst auseinander gesetzt. Bilder wie z.B. „Der Poet" von Carl Spitzweg, „ Die Erschaffung Adams" von Michelangelo oder auch „Der Hutladen" von August Macke wurden besprochen und diskutiert. Die SchülerInnen, die aus den Klassen 5-7 stammten, bekamen somit ein Gefühl für die Aussage der Kunstwerke, für die Zeit in der die Bilder entstanden, für die Biografie der Künstler und für die Technik der jeweiligen Maler.

Das Projekt wurde in verschiedene Bereiche gegliedert. So hatten die SchülerInnen die Möglichkeit sich den Bildern zu nähern, in dem sie selber diese Kunstwerke auf die Leinwand brachten und sich mit der Gestaltung, Farbgebung und dem Duktus auseinandersetzten. Des Weiteren entstanden kleine Theatersequenzen,in denen die SchülerInnen sich mit der Frage beschäftigten, welche Situation zu diesem Motiv führte, was nach der Situation auf dem Gemälde evtl. passierte oder welches Thema den Künstler veranlasst hat dieses Werk zu erschaffen. Dabei ging es in der Umsetzung darum die alten Meister in eine aktuelle Sprache ihrer Zeit zu transportieren. So entstanden zum „Denker" von Rodin und zum "armen Poeten" von Spitzweg z.B. Fotostrecken, in denen die Kinder ihre Umwelt, ihr Schulgelände oder auch ihre Stadt, in der sie leben zum Fokus machten.

Eine andere Herangehensweise, fand in der Abwandlung, bzw. Anwendung anderer der Techniken statt. So stellten die SchülerInnen den „Kuss" von Klimt nicht malerisch dar, sondern in Form von Collagen, denen hauptsächlich Zeitschriften aus der heutigen Zeit zugrunde lagen.

Für den letzten Part studierten die SchülerInnen kleine Theatersequenzen ein, jeweils passend zum Ausgangsgemälde. So beschäftigten sich die Schüler mit der Frage ob „Mona Lisa" von Leonardo da Vinci wirklich eine Frau gewesen ist und was sie zu diesem weltberühmten Lächeln gebracht haben könnte. Auch der „Hutladen" von Macke wurde visuell in die heutige Zeit transferiert, was sich zum einen in der Sprache zum anderen in Kleidung und Inhalt widerspiegelte.

Beim Abschluss des Projekts im Rittersaal und im Gewölbekeller von Schloss Rheydt präsentierten die Schüler eine Mischung aus kleinen Theaterstücken, Gemälden, Fotografien und Requisiten z.B. in Form von selbst hergestellten Hüten aus Gips.

In dieser Zeit wuchs der Zusammenhalt der SchülerInnen in der Gruppe. Auch die zunächst oberflächliche Erfahrung der Werke der Künstler hat sich im Laufe der intensiven Beschäftigung grundlegend verändert.