Städtisches Museum Schloss Rheydt

Kooperationsprojekt des Museums Schloss Rheydt mit der Hans-Jonas-Gesamtschule Neuwerk (2015)

Anlässlich der Jüdischen Kulturtage 2015 nimmt das Städtische Museum Schloss Rheydt den Mönchengladbacher Ehrenbürger Hans Jonas in die Stadtgeschichtliche Abteilung auf.

Der neue Ausstellungsbereich wurde in Kooperation mit der Hans-Jonas-Gesellschaft entwickelt.

Das Museum zeigt persönliche Gegenstände aus Jonas’ Umfeld und einen eigens produzierten Film mit einer originalen Tonaufnahmen eines Vortrags, Fotografien und schriftlichen Dokumenten des Philosophen, der dem Besucher Hans Jonas näher bringen soll.

 

Anlässlich der Eröffnung entstand auch ein Kooperationsprojekt mit der Hans-Jonas-Gesamtschule, das im Kabinettausstellungsbereich gezeigt wird.

Seit Beginn des Schuljahres setzten sich die Schülerinnen und Schüler der Klasse 8a und der Jahrgangsstufe 12 in drei unterschiedlichen Kursen in verschiedenen Herangehensweisen und Ansätzen mit Hans Jonas’ Werk auseinander.

Für den Deutschkurs der Klasse 8a war klar, dass eine sprachlich pointierte Form nötig war, um den Prozess der Annäherung und Auseinandersetzung mit den Ideen von Hans Jonas zu verdeutlichen. Die Form des Haiku schien ihnen prädestiniert, ihrem Verständnis Ausdruck zu verleihen. Daraus entstand ein Faltblatt, welches im Museum ausgelegt wird.

Ziel aller Aktivitäten ist es, bei den Besuchern Neugier zu wecken und sie zur Auseinandersetzung mit der Frage nach verantwortetem Handeln im Alltag anzuregen. Als kleine Gedankenstütze sind die ausgelegten Karten zu verstehen, die von den Schülerinnen und Schülern des Philosophiekurses entworfen wurden. Die Besucher sind eingeladen, sich eine Karte mitzunehmen. Auf diese Art und Weise können Gedankensplitter einen Weg in unseren Alltag finden.

Die Schülerinnen und Schüler des Projektkurses Kunst des Jahrgangs 12 haben, unterstützt durch die Künstlerin Christiane B. Bethke, individuelle Ansätze entwickelt, in denen sie sich dem zentralen Begriff Verantwortung künstlerisch annähern.

In der Auswahl der genutzten Medien und Ausdrucksweisen zeigt sich eine Vielfalt künstlerischer Ansätze. Das Spektrum der genutzten Medien reicht von den klassischen Techniken, wie Malerei und Zeichnung, über Film und Fotografie, bis hin zu Objektkunst und Installation.

 

In der Gemeinschaftsarbeit unter dem Titel „Gedankenblätter“ werden die Ansätze aller Kursteilnehmer bildlich zusammengefasst und laden den Betrachter zum Sichten subjektiver Zugänge ein.

Dieses Kunstprojekt wird als Teil der Initiative „Kultur und Schule“ vom Land NRW gefördert.